Eine Kaffeetasse mit einem Urlaubsbild oder ein Kissen mit den Initialen des Liebsten – personalisierte Geschenke liegen im Trend. Die individuellen Geschenke werden aber nicht nur im privaten Bereich genutzt. Auch in der Geschäftswelt sollen sie bei dem Beschenkten einen ganz persönlichen Eindruck hinterlassen. Aber was wird eigentlich unter „Schenken“ verstanden und welche personalisierten Geschenke gibt es?

Die Bedeutung von dem Begriff „Schenken“

Das Wort „Schenken“ geht auf das althochdeutsche Wort „skenken“ – jemandem etwas einschenken – und das mittelhochdeutsche Wort „Schenken“ – jemandem etwas geben oder verleihen – zurück. Aber es kann nicht nur etwas eingeschenkt oder verschenkt werden. Wenn jemand sagt: „Das schenkt ich mir.“, drückt er damit aus, dass er eine bestimmte Sache nicht macht, weil er diese für sich nicht als besonders wichtig erachtet. Letztlich ist das Schenken ein uralter Brauch.

Das Schenken im Mittelalter und im Christentum

Im mittelalterlichen Deutschland sind vor allem Nahrungsmittel verschenkt worden, die auf Märkten erstanden worden sind. Denn die Lebensmittel waren rare Güter, die nicht für jede Bevölkerungsschicht im gleichen Ausmaß zur Verfügung standen. Aber auch die Jagdbeute – Fasane, Rebhühner oder Hirsche – haben die Jäger untereinander aufgeteilt. In der Bibel wird das Wort „Schenken“ dagegen oft im Zusammenhang mit dem Bringen einer Opfergabe erwähnt. Diese Opfer sind gewissermaßen „Geschenke“ an Gott gewesen, die ihn gut stimmen sollten und die Opferbringer danach zum Beispiel auf eine positive Ernte hoffen ließen. Mit einem Geschenk ist im Alten Testament die Absicht verfolgt worden, bei dem Beschenkten einen positiven Effekt zu bewirken. Meist setzte der Schenkende dann eine Gegenleistung voraus. Doch was vermitteln Geschenke heute?

Personalisierte Geschenke

Geschenke sollen unter anderem Sympathie ausdrücken und können ein Gefühl von Zusammengehörigkeit vermitteln. Deshalb sind laut Handelsblatt personalisierte Geschenke aufgrund ihrer Einzigartigkeit sehr beliebt, denn diese drücken weniger einen materiellen, als vielmehr einen immateriellen Wert aus. Der aktuelle Spiegel-Bestseller oder die neue CD von einem angesagten Popsternchen zählen eher zu den „Massengeschenken“. Individualisierte Geschenke heben sich davon ab und sind meist Unikate. Nach dem Konsumforscher Markus Giesler bei Deutschlandradio spielen bei der Wahl eines Geschenks zwei Faktoren mit: Die Angemessenheit und die Individualität. Es würde sehr darauf geachtet werden, dass das Geschenk der Person zusagt und einen guten Eindruck hinterlässt. Doch welche personalisierten Geschenke gibt es? Einige Beispiele:

  • Selbstgemachtes – Do-it-yourself
    Wer handwerklich begabt ist, kann schnell ein selbstgemachtes Geschenk hervorzaubern. Socken oder Schals, die in der Lieblingsfarbe der zu beschenkenden Person gestrickt sind, eine selbstgemachte Kerze oder ein individuell gestaltetes kleines Möbelstück.
  • Individuell entworfene Geschenke
    Personalisierte Geschenke können jedoch auch online zusammengestellt werden. Da gibt es viele Möglichkeiten: Tassen, Shirts oder Kissen, auf denen Sprüche oder Initialen aufgedruckt werden können sowie die Gestaltung eines Kalenders, einer Hundeleine oder eines Memory-Spiels, die mit persönlichen Bildern bestückt werden können. Diese Geschenke sind meist schnell und einfach zu entwerfen. Die Online-Shops bieten Vorlagen an, in die Fotos eingefügt werden können. Und bei manchen Produkten kann sogar zwischen verschiedenen Farben, Formen, Größen und Qualitäten gewählt werden.
  • Erlebnisgeschenke
    Auch Erlebnisgeschenke können online bestellt werden. Dort gibt es eine breite Auswahl für die Interessen von Jung und Alt. Von Tandem-Sprüngen bis hin zu einem Paar-Fotoshooting. An die Jüngsten kann eine Schlittenhundefahrt, eine Übernachtung im Iglu oder ein Tag, an dem sie Affenpfleger im Zoo sein können, verschenkt werden. Nach einer Marktstudie zum Thema „Erlebnisgeschenke“ kaufen Frauen zu 60 Prozent und Männer nur zu 40 Prozent (Betrachteter Zeitraum: 22.11.2013 – 04.02.2014) Erlebnisgeschenke. Die größte Käufergruppe bei Männern und Frauen bilden die 25- bis 34-Jährigen.

Abbildung 1: Personalisierte Geschenke sind nicht nur im privaten Bereich im Kommen. Auch Unternehmen nutzen personalisierte Präsente.

Personalisierte Geschenke im geschäftlichen Bereich

Unternehmen folgen dem Trend der individualisierten Präsente. Artikel dienen der Firma als kleine Präsente, die an Kunden verteilt werden, um Kunden noch mehr an sich zu binden oder Neukunden zu akquirieren. Das personalisierte Werbegeschenk soll, genau wie der Fotokalender an Omas Geburtstag, ein Gefühl von Einzigartigkeit und besonderer Zuwendung vermitteln. Personalisierte Präsente im geschäftlichen Bereich können dann von dem Unternehmen mit dem Firmenlogo oder dem eigenen Werbespruch versehen werden. Eine Entscheidungshilfe zum effizienten und zielgruppenorientierten Einsatz der Werbeartikel bietet das Whitepaper von Buxmann.

Und um die Geschenke, egal, ob im privaten oder geschäftlichen Umfeld, noch persönlicher zu gestalten, kann eine Grußkarte geschrieben werden.

Abbildung 2: Grußkarten können die Individualität eines Geschenks noch verstärken.

Von der kleinen Grußkarte bis hin zur digitalen Postkarte

Neben der persönlichen handgeschriebenen Karte gibt es die Möglichkeit, eine digitale Karte über das Internet zu verschicken. Dann kann zwischen verschiedenen Motiven und Sprüchen gewählt werden, die für unterschiedliche Anlässe online abgeschickt werden können. Die Nutzung einer vorgefertigten digitalen Grußkarte ist meist kostenlos und kann auch in einer animierten Variante gewählt werden – dann wird zum Beispiel noch ein Geburtstagsständchen gesungen oder ein imaginäres Küsschen mit einem großen Kussmund versendet.

Bilder:

Abbildung 1: © blickpixel (CC0 1.0) – pixabay.com

Abbildung 2: © Gimcrackery (CC0 1.0) – pixabay.com




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